Diese Website erinnert an Adolf Reichwein (3. Oktober 1898 – 20. Oktober 1944) – einen der bedeutendsten Reformpädagogen und Kulturpolitiker des 20. Jahrhunderts. Zahlreiche Schulen in Deutschland tragen heute seinen Namen und halten die Erinnerung an einen mutigen Menschen wach, der als Mitglied des Kreisauer Kreises aktiven Widerstand gegen das NS-Regime leistete und 1944 in Berlin-Plötzensee hingerichtet wurde.
Angesichts der weltweiten Bedrohung demokratischer Werte bietet Adolf Reichweins Leben und Werk konkrete Werkzeuge zur Stärkung der demokratischen Erziehung. Er lehrte den Kindern in seiner Zeit als Lehrer in der Dorfschule von Tiefensee vor allem kritisches Beobachten. Wer gelernt hat, sich ein eigenes Urteil zu bilden, ist weniger anfällig für allzu einfache Antworten. In Zeiten von Fake News, Filterblasen und populistischen Parolen ist die Fähigkeit, Informationen zu hinterfragen, eine Grundvoraussetzung für unsere Demokratie.
Hier eine 25-minütige Dokumentation aus dem Jahr 2012 mit Schülerinnen und Schülern der Adolf-Reichwein-Schule in Berlin, unter Leitung der Lehrkräfte Sabine Waskönig und Reiner Uhlig und dem Künstler und Medienpädagogen Matthias Schellenberger.